Chiles Verbraucherpreise sind im August gegenüber Juli um 0,6% gestiegen. Damit lag die Teuerung über den Markterwartungen und verzeichnete den stärksten monatlichen Anstieg seit April, wie offizielle Daten am Dienstag zeigten.
Die Monatsrate beschleunigte sich damit von 0,1% im Juli und übertraf sowohl die Medianprognose von 0,3% aus einer Reuters-Umfrage unter Ökonomen als auch die Erwartung der Zentralbankhändler.
Das Statistikamt INE erklärte, der stärkste Aufwärtsdruck sei von Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken sowie vom Transport ausgegangen. Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke verteuerten sich gegenüber dem Vormonat um 1,4%, während die Transportkosten um 1,6% zulegten. Von den 13 Kategorien im Verbraucherwarenkorb wiesen neun monatliche Preisanstiege aus.
Die Jahresinflation beschleunigte sich auf 4,1% nach 3,5% im Juli und bewegte sich damit außerhalb der Toleranzspanne der Zentralbank von 3% plus oder minus einen Prozentpunkt.
'Die Inflationserwartungen werden steigen', schrieben Analysten von Scotiabank in einer Mitteilung. Die Zentralbank könne ihre Jahresendprognose von 4,2% weiter anheben, teilweise auch mit Blick auf die Auswirkungen des Wetterphänomens El Niño.
Analysten der Spar- und Kreditgenossenschaft Coopeuch erklärten, der Inflationsbericht stütze einen vorsichtigen Kurs der Währungshüter.
Die chilenische Zentralbank dürfte ihren Leitzins bei einer Sitzung später am Dienstag bei 4,5% belassen.
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