Pflegeversicherung teurer – Beschäftigten drohen 500 Euro extra

Pflegeversicherung teurer – Beschäftigten drohen 500 Euro extra
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Category: Financial
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Symbolbild © imago/Chris Emil Janßen Die finanzielle Belastung für die Bürger erreicht eine gänzlich neue Dimension. Weil das bisherige Modell vor dem Kollaps steht, zieht die Politik soeben drastische Konsequenzen. Das Problem mit der Pflegeversicherung: 'Nicht mehr zu stemmen' Das Kernproblem der Pflegeversicherung in Deutschland ist eine akute und strukturelle Finanzierungskrise. Dem System geht schlicht das Geld aus. Der GKV-Spitzenverband schlug im Spätsommer 2026 Alarm, weil die laufenden Einnahmen voraussichtlich schon ab Oktober nicht mehr ausreichen, um die gesetzlichen Pflegeleistungen vollständig zu decken. Für das Gesamtjahr 2026 wird ein Defizit von rund 4,4 Milliarden Euro erwartet. Durch die Alterung der Gesellschaft (insbesondere den Renteneintritt der geburtenstarken 'Babyboomer'-Jahrgänge) steigt die Zahl der Pflegebedürftigen rasant an. Mittlerweile sind es fast 6 Millionen Menschen in Deutschland. Gleichzeitig schrumpft die Zahl der jüngeren Erwerbstätigen, die Beiträge einzahlen. Zudem stiegen die Kosten der Pflege zuletzt aufgrund der Inflation sowie der gestiegenen Löhne für die Beschäftigten drastisch an. Pflegeversicherung wird teurer: So will die Bundesregierung das Problem lösen Das Bundesgesundheitsministerium arbeitet unter Hochdruck an einer weiteren Not-Pflegereform. Die Fronten in der Politik sind jedoch verhärtet, sodass dem neuen Gesundheitsminister Linnemann harte Zeiten bevorstehen. Ein Lösungsvorschlag sieht vor, dass Gutverdiener in Deutschland laut aktuellen Reformvorschlägen im Rahmen der Pflegereform fast 500 Euro extra pro Jahr, genauer bis zu rund 489 Euro, an Beiträgen zur Pflegeversicherung zahlen sollen. Es ist im Gespräch, die Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Pflegeversicherung (derzeit 5.812,50 Euro im Monat) drastisch anzugleichen. Nach Berechnungen des Verbandes der privaten Krankenversicherungen könnte die monatliche Grenze auf knapp 6.950 Euro steigen. Dadurch müsste auf über 1.100 Euro des zusätzlichen Monatseinkommens neu ein Pflegebeitrag entrichtet werden. Selbstständige bzw. Freiberufler, die den Beitrag komplett alleine tragen, müssten bis zu 489 Euro mehr im Jahr zahlen. Angestellte Gutverdiener teilen sich den Betrag mit dem Chef und kämen auf gut 240 Euro zusätzliche Kosten im Jahr. Wirtschaft und Arbeitgeber warnen vor einer weiteren Erhöhung der Lohnnebenkosten, da Arbeitgeber die Beiträge zur Hälfte mittragen müssen. Dies schwäche die ohnehin kriselnde deutsche Wirtschaft im internationalen Wettbewerb. Ökonomen geben zu bedenken, dass eine solche Erhöhung die Flucht von Gutverdienern in die private Kranken- und Pflegeversicherung anreizen könnte. (Quellen: BMG, Pflegekommission)

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