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Anika Jany

Bewertung von 99 (!) Prozent: Der zweitbeste Godzilla-Film aller Zeiten ist im Netflix-Abo – mit gleich 2 Versionen

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Von diesem Meisterwerk kommt 2026 noch ein zweiter Teil. © IMAGO / Everett Collection Meinung Es gibt mittlerweile schon 40 Godzilla-Filme. Doch nur wenige bleiben so sehr im Gedächtnis wie dieser. Lange Zeit habe ich mir nichts aus Monsterfilmen gemacht. Klar, King Kong, Godzilla und Co. sind gigantisch anzusehen, aber etwas an den amerikanischen Hau-Drauf-Monster-Action-Filmen hat mir gefehlt. All das änderte sich, als ich in die Welt der japanischen Godzilla-Filme eintauchte und den ersten Film rund um die Riesenechse aus dem Jahr 1954 sah. Denn im Gegensatz zu den amerikanischen Varianten geht es bei den japanischen Godzilla-Filmen eben nicht nur um die Zerstörung großer Städte, sondern um so viel mehr. Viele Fans der atomaren Riesenechse würden mir sicherlich zustimmen, wenn ich sage, dass die japanischen Godzilla-Filme um Welten besser sind als ihre amerikanischen Counter-Parts. Ein Monsterfilm sticht dabei aber besonders hervor: der 2023-erschienene Kino-Meilenstein "Godzilla Minus One", von dem dieses Jahr mit "Godzilla Minus Zero" auch endlich ein zweiter Teil kommt. Und genau dieser Film ist gerade mit zwei unterschiedlichen Versionen bei Netflix im Abonnement enthalten. "Godzilla Minus One" bringt Godzilla-Filme auf ein neues Level "Godzilla Minus One" erzählt die Geschichte des Kamikaze-Piloten Koichi Shikishima (Ryunosuke Kamiki). Dieser täuscht kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1945 einen technischen Defekt vor und landet auf der Insel Odo. Genau hier begegnet er der Riesenechse Godzilla zum ersten Mal. Schwer traumatisiert vergehen zwei Jahre... und der mittlerweile durch Atomtests mutierte Godzilla macht sich auf den Weg nach Japan. Die Rezeption von "Godzilla Minus One" spricht für sich: Der Film kommt bei Rotten Tomatoes auf einen fast perfekten Score von 99 Prozent und konnte sich sogar als erster Godzilla-Film der Kinogeschichte über einen Oscar in der Kategorie Beste Visuelle Effekte freuen. Und all diese Lobgesänge hat "Minus One" auch durchweg verdient. Denn, genauso wie bei meinem absoluten Lieblings-Godzilla-Film "Shin Godzilla" aus dem Jahr 2016, dreht sich in diesem japanischen Kaiju-Streifen nicht alles um das Monster Godzilla an sich, sondern um die vom Krieg traumatisierten Menschen. Der Titel ist hier Programm. Durch die Zerstörung und die Traumata des Zweiten Weltkriegs wurde Japan zum Nullpunkt katapultiert und muss von vorn beginnen. Das Erscheinen von Godzilla und die Bedrohung, die er mit sich bringt, verschlagen die japanische Bevölkerung in einen noch schlimmeren Gesamtzustand – sie befinden sich nun auf der Minus-Eins-Ebene und symbolisch im Negativ-Bereich. "Godzilla Minus One" nimmt sich in diesem Zusammenhang viel Zeit für Traumaaufarbeitung und für emotionale Bindungen zwischen den Charakteren. Gleichzeitig macht der Monsterfilm die Angst vor atomarer Vernichtung beinahe greifbar... und das alles in Verbindung zu einer herausragenden Blockbuster-Ästhetik mit unglaublichen Bildern und Spezialeffekten – bei einem Mini-Budget von rund 10 bis 15 Millionen US-Dollar. Netflix hat gleich zwei "Godzilla Minus One"-Versionen Für viele ist "Godzilla Minus One" bis heute einer der besten Filme rund um die Riesenechse. Und zwar gerade, weil das Monster nicht im Mittelpunkt steht, sondern eher eine Metapher für Angst ist. Netflix hat den Oscarprämierten Film momentan im Abo-Programm... und zwar in zwei unterschiedlichen Versionen. Nicht nur "Godzilla Minus One" steht hier zum Streamen zur Verfügung, sondern auch "Godzilla Minus One Minus Color". Richtig gehört: Den Monsterfilm gibt es auch in Schwarz-Weiß zu sehen. Regisseur Takashi Yamazaki veröffentlichte diese besondere Version seines Blockbusters als künstlerisches Tribut für den 1954-erschienenen Original-Film rund um Godzilla, der damals natürlich in Schwarz-Weiß über die Kinoleinwände flackerte. Yamazakis Intention war es, das klassische Kino wieder zurückzubringen und Godzilla gleichzeitig noch schrecklicher wirken zu lassen. Immerhin wirken die Bilder durch den Verzicht auf Farbe weniger wie ein Hochglanz-Hollywood-Blockbuster und vielmehr wie historisches Filmmaterial. In einem Reddit-Post heißt es zudem, dass der Wegfall der Farbe die harten Schatten verstärken würde, wodurch die düstere Atmosphäre rund um das bedrohliche Monster noch einmal auf die Spitzte getrieben wird. Dabei wurde aber nicht einfach nur der "Entsättigungs-Knopf" gedrückt – das Team passte in jeder einzelnen Aufnahme den Kontrast manuell an, um Textur und Tiefe zu bewahren.
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