Meinung
Mountainbike-Party Cerro Abajo: Stuttgart, bitte mehr davon!
Stand: 07.09.2026 • 14:35 Uhr
Beim Downhill-Rennen Cerro Abajo begeistern in Stuttgart neben den Sportlern auch die Fans. Ein Kommentar von SWR-Sport-Redakteur Patrick Stricker.
Von Patrick Stricker
Wow, was war das denn bitte? Zwei Tage Cerro Abajo in Stuttgart, ein ganzes Wochenende vollgepackt mit spektakulärem Mountainbike-Sport.
Dieses Event hatte genau die richtigen Zutaten. Ein Format mit sportlicher Spannung bis zum Schluss. Fahrerinnen und Fahrer, über die es interessante Geschichten zu erzählen gibt.
Und vor allem waren da Abertausende von Fans entlang der Strecke, die das Urban-Downhill-Highlight schon am Trainingstag unbedingt hautnah erleben wollten.
Neben Tagessieger Alex Marín aus Spanien und Gesamtsieger Roger Vieira aus Brasilien sind es vor allem die in Scharen begeisterten Fans, die für mich die Gewinner des vergangenen Wochenendes sind. Sie haben maßgeblich dazu beigetragen, dass der Ruf Stuttgarts, so etwas wie die "Radsport-Hauptstadt Deutschlands" zu sein, einen neuen Anstrich bekommen hat.
Radsport ist immer ein Kompromiss
Keine Frage: Radsport ist immer ein Kompromiss. Vor allem in einer Großstadt. Egal ob Straßenrad oder Mountainbike.
Damit Hindernisse aufgebaut und Räder überhaupt rollen können, müssen Wege gesperrt und Umleitungen eingerichtet werden. Dadurch sind viele Menschen in ihrem Alltag vorübergehend eingeschränkt. Ärger ist da durchaus auch mal nachvollziehbar.
Cerro Abajo in Stuttgart: Ein Erlebnis für Kinder
Wer aber diesen Kompromiss auf Zeit eingeht, macht damit auch viele Kinder glücklich: ein Mal ein solches Event mit den eigenen Augen sehen, vielleicht ein paar Autogramme der Stars abgreifen – für die Förderung von Mädchen und Jungen, die schon früh von einer Karriere auf zwei Rädern träumen, sind solche Erlebnisse unerlässlich.
Als Austragungsort der Deutschlandpremiere von Cerro Abajo hat Stuttgart mit diesem Publikum absolut überzeugt. Gerne mehr davon.
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